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Flüchtlingshilfe
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18.10.2019
   

Lange Hosen, warme Beine

Im Winter ist das Fußballspielen in der Eifel den hartgesotteneren Kickern vorbehalten. Für die Spieler der hiesigen Vereine ist das Training bei Schnee oder Nieselregen wohl auch mehr Pflicht als Spaß. In Höfen rollt der Ball derzeit nicht nur beim Training der ortsansässigen Mannschaft. Seit Oktober des letzten Jahres laufen auch interessierte Flüchtlinge aus dem im Dorf eingerichteten Erstaufnahmelager „an der Funk" auf dem Sportplatz auf. Damit die hochmotivierten jungen Leute aus dem Nahen Osten auch bei Wind und Wetter Sport treiben können, hat sich der TV Höfen um die Anschaffung angemessen warmer Sportbekleidung bemüht.

Glücklicherweise wurden Mitglieder des Rotary Club Monschau-Nordeifel auf die Bemühungen aufmerksam und knüpften Kontakt zu den Verantwortlichen des Vereines. Dank einer Spende über 500€ konnten lange Trainingshosen im Kaufhaus Victor geordert werden, wobei der Sportausstatter es sich nicht nehmen ließ, die Aktion durch einen großzügigen Rabatt zu unterstützen. Pünktlich zur Übergabe der Hosen durch Rolf Heinfeldner und Stefan Kirch sank die Lufttemperatur auf den Nullpunkt und der Bodenfrost knirschte unter den Stollen. Die skeptische Nachfrage bei den Flüchtlingen, ob man das Training nicht besser verschieben solle wurde mit einem kurzen „no problem" beantwortet. Es gibt eben kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.

Die Fußballteams des Erstaufnahmelager Höfen können nun Dank des Sponsoring durch den Rotary Club auch bei Wind und Wetter kicken.

(Foto wurde uns freundlicher Weise vom Studio B23 zur Verfügung gestellt).

Nach dem Unterricht zum Tischtennis

Ein Dutzend junge Männer spielt derzeit montags vormittags in der Höfener Turnhalle Badminton und Tischtennis; es sind Flüchtlinge, die vorübergehend in Höfen untergebracht sind.

Edith Kirch, die sich in der Kleiderkammer der „Funk“, einer derzeit genutzten Flüchtlingsunterkunft, engagiert, ist im TV Höfen als Leiterin der Leichtathletik-Abteilung tätig. Sie fand, dass man in der Halle mit wenig Aufwand den jungen Männern ein Freizeitangebot machen könnte. „Die Platten für Tischtennis sind da, für Badminton braucht man nur ein paar Schläger, da können wir mit wenigen Mitteln den Menschen etwas Abwechslung bieten“, sagt sie. Der gleichen Meinung war spontan Bernhard Mießen: „Wir haben Platten und Netze, denn drei Mannschaften des TV Höfen spielen aktiv im Meisterschaftsbetrieb.“ Für montags wurde eine freie Hallenstunde gefunden, das Material wird vom TV Höfen zur Verfügung gestellt, und mit Gregor Pauls fand man einen weiteren sportlichen Betreuer der Flüchtlinge.

„Auf meinen ersten Aufruf in der Flüchtlingsunterkunft, doch beim Tischtennis mitzumachen, hatte sich niemand gemeldet“, berichtet Edith Kirch, „doch als man den Männern erklärte, dass sie den Sport nicht gleich beherrschen müssen, dass es nur um ein entspanntes Trainieren und Spielen geht, da füllte sich meine Anmeldeliste.“ Axel Bartel, der ebenfalls in der Kleiderkammer hilft, ist als Übersetzer tätig, ein Syrer kann sehr gut Englisch, so klappt die Verständigung. „Wir holen die Jungs ab, damit sie pünktlich um 11 Uhr in der Halle sind, denn vor dem Montagssport haben sie Deutschunterricht“, erzählt Axel Bartel. „Für manche war Tischtennis tatsächlich neu. Wir haben ihnen anfangs gezeigt, wie es geht, so ein bisschen Vorhand und Rückhand beigebracht, und nun spielen sie mit sichtlichem Vergnügen“, berichtet Bernhard Mießen. Tatsächlich blickt man in frohe Gesichter, die Bälle fliegen hin und her, die Akteure werden immer geschickter.

Über ihre Motivation muss Edith Kirch nicht lange nachdenken: „Ich finde ‚Integration‘ ist ein zu großes Wort. Diese Menschen sind nur vorübergehend hier. Wir möchten ihnen freundlich entgegenkommen, ihnen ein wenig Beschäftigung und Abwechslung bieten. Ich freue mich, Mitstreiter gefunden zu haben, die ihnen etwas von ihrer Zeit widmen.“

(Artikel wurde uns freundlicher Weise von Anneliese Lauscher zur Verfügung gestellt)

 

Der TV Höfen engagiert sich für Flüchtlinge

Mit der Einrichtung der „Höfener Funk" als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge wird man in unserem Dorf unmittelbar mit den Folgen des Kriegsgeschehens im Nahen Osten konfrontiert. Nach der Ankunft in Deutschland befinden sich die Menschen aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan zwar grundsätzlich in Sicherheit, aber dennoch fernab jeglicher Normalität. Der TV Höfen hat beschlossen, den Flüchtlingen ihrer tristen und sorgenvollen Situation einen sportlichen Ausgleich entgegenzusetzen. Mittwochabends findet daher neuerdings eine Fußball-Freizeit statt. Um tatkräftige aber auch ideelle Unterstützung wird gebeten. Zurzeit wird z.B. warme Sportbekleidung für Erwachsene Männer dringend benötigt! Kontakt bitte über den Vorstand aufnehmen.

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